Einvernehmliche Scheidung in Köln

Wenn die Eheleute sich nach Ablauf des Trennungsjahres einig sind geschieden zu werden, kann die Scheidung durch einen Antrag eines Ehegatten bei Gericht eingeleitet werden. Der Scheidungsantrag ist durch einen Rechtsanwalt zu fertigen. Ist ein Versorgungsausgleich durchzuführen, so ermittelt das Gericht die Rentenanwartschaften, die von den Eheleuten während der Ehe erworben wurden, noch vor dem Scheidungstermin beim Familiengericht.

Im Scheidungstermin werden dann beide Eheleute zum Scheitern der Ehe angehört. Der Zeitraum zwischen dem Einreichen des Scheidungsantrages und dem Scheidungstermin liegt im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Köln derzeit ca. zwischen 8 und 12 Monaten, wenn ein Versorgungsausgleich durchgeführt werden muss. Ist ein Versorgungsausgleich nicht durchzuführen kann die Ehe im Zuständigkeitsbereich des Amtsgerichts Köln oft schon nach 2 bis 3 Monaten geschieden werden. Der Scheidungstermin selbst hängt dann nur von der terminlichen Arbeitsbelastung des Familiengerichts ab.

Voraussetzung für die Durchführung der Scheidung ist das Scheitern der Ehe. Das Scheitern der Ehe wird vermutet, wenn die Eheleute ein Jahr getrennt leben, beide Eheleute die Ehescheidung beantragt haben oder ein Ehegatte der Scheidung zustimmt. Weitergehende Nachweise über das endgültige Scheitern der Ehe sind dann nicht zu erbringen.

Eine einvernehmliche Scheidung kann mit nur einem Rechtsanwalt durchgeführt werden. Dieser fertigt den Scheidungsantrag und reicht ihn bei dem zuständigen Familiengericht ein. Der Rechtsanwalt vertritt jedoch nur die Partei, die ihn beauftragt hat und nicht gleichzeitig auch den anderen Ehegatten. Dies führt dazu, dass nur ein Beteiligter im Scheidungsverfahren anwaltlich vertreten ist und ein Beteiligter nicht anwaltlich vertreten ist. Der Rechtsanwalt kann niemals beide Beteiligten gleichzeitig vertreten!

Der nicht anwaltlich vertretene Beteiligte stimmt dann dem Antrag auf Scheidung der Ehe zu. Einen eigenen Scheidungsantrag kann dieser nicht stellen, da er nicht anwaltlich vertreten ist. Sind sich die Ehegatten über die Scheidung der Ehe einig und sollen außer der Ehescheidung und ggf. dem Versorgungsausgleich keine weiteren gerichtlichen Entscheidungen erfolgen, ist eine anwaltliche Vertretung des anwaltlich nicht Vertretenden durch einen zweiten Rechtsanwalt grundsätzlich auch nicht erforderlich.

Jeder anwaltlich vertretende Beteiligte trägt seine eigenen Anwaltskosten. Die entstehenden Gerichtskosten werden zwischen den Beteiligten hälftig geteilt.

Thomas W. Krause
Fachanwalt für Familienrecht in Köln-Mülheim


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