Anwalt für Unterhaltsrecht in Köln

Unterhalt
Kommt es zur Trennung oder zur Ehescheidung stellen sich für den Betroffenen regelmäßig schwierige unterhaltsrechtliche Fragen. Die häufigsten Unterhaltstatbestände sind der Trennungsunterhalt zwischen getrennt lebenden Eheleuten, der Kindesunterhalt und der nacheheliche Unterhalt nach Ehescheidung.

Die Unterhaltsberechnungen bei Trennungsunterhalt, Kindesunterhalt und nachehelichem Unterhalt richten sich nach den gesetzlichen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) unter Berücksichtigung der für das jeweilige Familiengericht einschlägigen Leitlinien des zuständigen Oberlandesgerichts. In Köln und Umgebung sind hierbei die Leitlinien des OLG-Köln einschlägig, die zwar keine Gesetzeswirkung haben, jedoch von den Familiengerichten zur Beachtung einer einheitlichen Rechtsprechung regelmäßig beachtet werden.

Die Leitlininien des OLG-Köln fußen auf der Düsseldorfer Tabelle und Regeln u.a. Fragen, welches Einkommen unterhaltsrechtlich zu berücksichtigen ist, wie hoch der Unterhalt ist, welcher Selbstbehalt jedem Unterhaltsverpflichteten jedenfalls zu belassen ist usw. In unterhaltsrechtlichen Angelegenheiten im Raum Köln ist daher die genaue Kenntnis der jeweiligen Unterhaltsleitlinien des OLG-Köln unumgänglich.

Sämtlichen Unterhaltstatbeständen ist gemeinsam, dass zuerst der Bedarf des Unterhaltsberechtigten ermittelt werden muss. Es folgt eine Bedürftigkeitsberechnung bei der die konkrete Höhe des Unterhaltsanspruchs unter Berücksichtigung eigener Einkünfte des Berechtigten ermittelt wird. Der Bedürftigkeitsprüfung schließt sich eine Überprüfung an, ob der Unterhaltsverpflichtete zur Zahlung von Unterhalt vollständig oder teilweise leistungsfähig ist.

Für jede Unterhaltsberechnung ist das Einkommen des Unterhaltsschuldners und ggf. des Unterhaltsberechtigen nach Maßgabe der jeweiligen Unterhaltsleitlinien zu ermitteln.

Die Unterhaltsleitlinien des OLG-Köln finden Sie unter folgendem Link: http://www.olg-koeln.nrw.de/infos/unterhaltsleitlinien/.

Die Höhe des Bedarfs eines Ehegatten bei der Ermittlung eines Trennungs- oder nachehelichen Unterhaltsanspruchs beträgt regelmäßig 3/7 des anrechenbaren Einkommens des Unterhaltsverpflichteten (bei Erwerbseinkommen). Beziehen beide Ehegatten Erwerbseinkommen beträgt der Bedarf des bedürftigen Ehegatten nach den Leitlinien des OLG-Köln 3/7 des Differenzbetrages beider Einkommen.

Auch die Frage, wieviel dem Unterhaltsverpflichteten verbleibt (Selbstbehalt) richtet sich im Zuständigkeitsbereich des Familiengerichts Köln nach den Leitlinien des OLG-Köln und ist abhängig von der Art des geltend gemachten Unterhalts.

Der Selbstbehalt liegt je nach Unterhaltsart und persönlichen Verhältnissen zwischen 880,- EURO (Selbstbehalt eines erwerbslosen Unterhaltsverpflichteten bei Kindesunterhalt (Stand 01.01.2015) bis zu 1800,- EURO (Selbstbehalt bei Elternunterhalt Stand 01.01.2015).

Der Selbstbehalt gegenüber dem getrennt lebenden oder geschiedenen Ehegatten beträgt derzeit 1200,- EURO (Stand 01.01.2015).

Der Selbstbehalt eines gegenüber seinen Eltern Unterhaltsverpflichteten liegt derzeit bei 1800,00 € monatlich (Stand 01.01.2015).

Im Rahmen des Elternunterhaltes kommen die Unterhaltsverpflichteten häufig in Kontakt mit den zuständigen Sozialämtern, die Ansprüche aus übergegangenem Recht geltend machen. Gerade im Bereich des Elternunterhaltes bietet sich dabei für den beauftagen Anwalt für Unterhaltsrecht als Fachanwalt für Familienrecht oft ein weites Betätigungsfeld und erheblicher Handlungsspielraum, geltend gemachte Elternunterhaltsforderungen abzuwehren oder erheblich zu reduzieren.

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Auf allen drei Ebenen der Unterhaltsberechnung (Bedarf, Bedürftigkeit und Leistungsfähigkeit) sind jedoch grundsätzlich eine Vielzahl von Detailfragen zu beachten und neben den gesetzlichen Bestimmungen eine umfangreiche familienrechtliche Rechtsprechung zu berücksichtigen.

Dabei stellen sich oft Fragen im Zusammenhang mit der Ermittlung und Anrechnung eines Wohnwertvorteils, der Erwerbsobliegenheit des unterhaltsberechtigten Ehegatten oder rechtliche Probleme bei der Berücksichtigung von Verbindlichkeiten auf Seiten des Unterhaltsverpflichteten. Der Teufel steckt hier oft im Detail.

Im Unterhaltsrecht bietet sich daher regelmäßig die Inanspruchnahme eines Anwaltes für Unterhaltsrecht an.

Da sich Unterhaltszahlungen über einen längeren Zeitraum erstrecken und sich dadurch schon kleinere Abweichungen in der Unterhaltsberechung bemerkbar machen können, amortisieren sich die Kosten der Beauftragung eines Anwalts für Unterhaltsrecht oft schon nach kurzer Zeit.

Thomas W. Krause
Rechtsanwalt
Anwalt für Unterhaltsrecht in Köln
Fachanwalt für Familienrecht in Köln-Mülheim & Köln-Innenstadt


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